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2014 annual ProZ.com translation contest: "Celebrations" » German to Italian » Entry #16652


Source text in German

Translation #16652

Am andern Tag war die Hochzeit. W├дhrend der Trauung h├╢rte man die Braut weinen, es schien, als ahne sie ihr trauriges Schicksal voraus, w├дhrend der Br├дutigam, Herr Peter Salomon Curius, selbstbewu├Яt und h├╢hnisch l├дchelnd um sich blickte. Die Sache war die, da├Я es kein Gesch├╢pf auf Gottes Erdboden gab, dem er sich nicht ├╝berlegen gef├╝hlt h├дtte.

Als das Hochzeitsmahl zu Ende war, wurde Engelhart mit den andern Kindern ins Freie geschickt. Es war ein lieblicher Garten hinter dem Haus, voll Apfel- und Kirschenb├дumen. In dem dumpfen Trieb aufzufallen, sonderte sich Engelhart von der Gesellschaft ab und schritt in einer den Erwachsenen abgelauschten Gangart in der Tiefe des Gartens hin und her. Was ihm unbewu├Яt dabei vorgeschwebt hatte, geschah; die j├╝ngste Cousine folgte ihm, stellte sich ihm gegen├╝ber und blitzte ihn mit dunkeln Augen schweigend an. Nach einer Weile fragte Engelhart um ihren Namen, den er wohl schon einige Male geh├╢rt, aber nicht eigentlich begriffen hatte. Sie hie├Я Esmeralda, nach der Frau des Onkels Michael in Wien, und man rief sie Esmee. Dieser Umstand erweckte von neuem Engelharts prickelnde Eifersucht, und er fing an, prahlerische Reden zu f├╝hren. Der L├╝gengeist kam ├╝ber ihn, zum Schlu├Я stand er seinem wahnvollen Gerede machtlos gegen├╝ber, und Esmee, die ihn verwundert angestarrt hatte, lief sp├╢ttisch lachend davon.

Um diese Zeit fa├Яten seine Eltern den Beschlu├Я, ihn, obwohl er zum pflichtm├д├Яigen Schulbesuch noch ein Jahr Zeit hatte, in eine Vorbereitungsklasse zu schicken, die ein alter Lehrer namens Herschkamm leitete. Herr Ratgeber, der gro├Яe St├╝cke auf Engelharts Begabung hielt und gro├Яe Erwartungen von seiner Zukunft hegte, war ungeduldig, ihn in den Kreis des Lebens eintreten, von der Quelle des Wissens trinken zu sehen. Er dachte an seine eigne entbehrungs- und m├╝hevolle Jugend. Noch in den ersten Jahren seiner Ehe liebte er gehaltvolle Gespr├дche und gute B├╝cher und bewahrte eine schw├дrmerische Achtung f├╝r alles, was ihm geistig versagt und durch ├дu├Яerliche Umst├дnde vorenthalten blieb.


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